Glaube nicht alles was Du denkst

By johannesresetar | Allgemein

Dez 28

Ein siebenjähriger Junge und sein Vater gehen in den Zirkus, wo sie einen tollen Nachmittag verbringen.

Der Junge ist vollends begeistert. Er tanzt zur Musik, die von der Zirkuskapelle gespielt wird, hört das Jubeln der Zuschauer, lässt sich mitreißen von der tollen Stimmung, ist aufgeregt und lacht voller Freude die ganze Zeit.

Er beobachtet Artisten, die die kühnsten Kunststücke aufführen und durch die Luft fliegen. Er lacht über Clowns, die Späße machen und ist vor allem begeistert von den exotischen Tieren. Manche sieht er zum ersten Mal. Da gibt es Pferde, Löwen, Giraffen, Nilpferde, Affen und einen riesigen Elefanten.

Der Elefant ist das größte Tier, das der Junge je gesehen hat. Er spritzt Wasser mit seinem Rüssel, steht auf zwei Beinen, er trötet ganz laut und hat ungeheuer viel Kraft. Er schiebt ein Auto, als wäre es Spielzeug, er hebt gigantische Baumstämme und er durchbricht sogar Mauern. Den Elefanten kann nichts aufhalten.

Nach der Vorstellung gehen der Junge und sein Vater nach Hause. Sie gehen noch an den Tierkäfigen vorbei und... vorbei am Elefanten. Da bleibt der Junge kurz stehen und schaut sich den Elefanten noch einmal an. 

Dieser steht da, bewegt sich nicht, hat traurige Augen und macht einen armseligen Eindruck.
Gar nicht mehr stolz, gar nicht mehr kraftvoll, einfach nur ruhig, leise und traurig. Er steht einfach da, weil sein Bein an einen Holzpflock gebunden ist. Doch der Holzpflock ist so klein und dünn wie ein Strohhalm im Vergleich zum riesigen Bein des Elefanten.

Der Junge versteht das nicht: „Wie kann sich so ein großes Tier, das alle Kraft der Welt hat, von so einem kleinen Holzpflock zurückhalten lassen?“

Du fragst Dich jetzt, was das mit dem Erreichen Deiner finanziellen Ziele zu tun hat?

Lass mich folgendermaßen beginnen: Dein Gehirn arbeitet mit Vereinfachungen, wenn Du eine Entscheidung triffst. Egal, ob Du hungrig oder durstig bist, schlafen möchtest oder Geld verdienen willst. Dein Gehirn greift in solchen Situationen auf Deine Erfahrungen zurück. 

Warum? Weil es Dein Gehirn sehr viel Energie kosten würde, jedes Mal eine neue Lösung für ein aktuelles Anliegen (wie Hunger, Durst, Schlaf, Geldmangel etc.) zu suchen. Deshalb tut Dein Gehirn Folgendes: Es nimmt eine „Abkürzung“. Es kramt in der Erinnerung und schlägt Dir eine Lösung vor, die sich in der Vergangenheit bewährt hat.

Und hier kommt der Begriff ins Spiel, den ich Dir in diesem Artikel vorstellen will. Der Begriff der Glaubenssätze.
Glaubenssätze sind solche Vereinfachungen. Unser Gehirn liebt Vereinfachungen, weil diese ihm das Leben einfacher machen.

Ich gebe Dir ein Beispiel. Sagen wir Du bist kulinarischer Anhänger der Restaurantkette mit dem goldenen M. Deshalb existiert in Deinem Gehirn der Glaubenssatz: „Wenn ich hungrig bin, ist die Lösung ein Besuch im Lokal mit dem goldenen M.“

Wenn Du jetzt in einer fremden Stadt bist, in der Du noch nie gewesen bist und Hunger bekommst,
bedient sich Dein Gehirn dieses Glaubenssatzes.

Statt dass es Dir vorschlägt, die örtliche Küche zu probieren, wählt es die Abkürzung des Glaubenssatzes, über den wir gerade gesprochen haben. So marschierst Du in die nächste Filiale Deiner favorisierten Fast-Food-Kette. Nichts mit Herumsuchen, keine Passanten fragen, keine Versuche etwas in einer fremden Sprache zu bestellen. Dein Gehirn umgeht diese Herausforderungen, macht es sich einfach und schickt Dich zum Burger-Essen.

Quantenphysiker können belegen, dass wir täglich bis zu 100.000 Gedanken denken. Bis auf wenige Tausend sind es immer dieselben.

Das bedeutet, dass unser Gehirn, das wie ein Computer funktioniert, meistens auf Autopilot steht und Routinen abspielt. Es spult also den ganzen Tag Glaubenssätze ab. Es hält sich 98% der Zeit an genau diese Glaubenssätze.

Glaubenssätze formen die Grundlagen unserer Realität und bestimmen so unser Denken. Sie können Gesundheit, Reichtum und Glück fördern oder zu Armut, Unwohlsein und Krankheit führen.

Zurück zum Elefanten. Zurück zu diesem kraftvollen Tier, das sich von so einem kleinen, schmalen Holzpflock zurückhalten lässt. Warum reißt er nicht einfach das Stück Holz aus und läuft in die Freiheit? Der Elefant kann ganze Bäume ausreißen, aber was hindert ihn? Die Antwort ist, dass seine Glaubenssätze ihn hindern. Der Elefant war schon als Baby am Holzpflock befestigt. Damals hat er versucht den Holzpflock aus dem Boden zu zerren, er hat es aber nicht geschafft, weil er noch zu schwach war. Das war der Zeitpunkt als sich seine Glaubenssätze gebildet haben.

Diese könnten etwa lauten: „Der Holzpflock lässt mich nicht gehen. Der Holzpflock hindert mich am Weglaufen. Wenn ich am Holzpflock festgebunden bin, kann ich nicht weg.“

Diese Erfahrungen, Vereinfachungen und Glaubenssätze bestimmen heute sein Leben. Selbst wenn er viel größer, kräftiger und mächtiger ist, als noch vor vielen Jahren.

Der Elefant bleibt nicht stehen wegen des Holzpflocks sondern wegen der Realität, die seine Glaubenssätze kreieren. Selbst wenn diese Glaubenssätze Jahrzehnte alt sind.

Hast Du auch einen Holzpflock, wenn es um das Thema Geld geht? Hast Du Glaubenssätze, die sich über Jahre gebildet haben? Gibt es Gedanken, die Du täglich hast, die Dich vom finanziellen Erfolg abhalten?
Haben sich diese in Deinem Gehirn manifestiert und in die Programmierung Deiner Gedanken eingebrannt?

Lauten Deine Glaubenssätze über Geld zum Beispiel:
? Geld verdirbt den Charakter.
? Wer viel Geld hat, ist sicher kriminell.
? Wenn jemand mehr Geld hat, hat ein anderer weniger.
? Sei zufrieden mit der Menge Geld, die Du hast.
? Um nicht arm zu sein, muss man sein Leben lang hart arbeiten.
? Nur wer aus einer reichen Familie kommt, wird selbst einmal viel Geld haben.
? Reiche Menschen haben Glück gehabt.

Oder lauten sie eher:
? Geld stärkt den Charakter.
? Geld ist Mittel zum Zweck, damit ich frei bin.
? Es ist mein Geburtsrecht Geld zu haben.
? Geld macht glücklich.
? Es ist genug Geld für alle da.
? Das Geld liegt auf der Straße, ich muss es mir nur holen.
? Geld zu verdienen ist einfach.

Merkst Du den Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien? Die einen sind positiv bezüglich Geld und die anderen sind negativ.

Und wem glaubst Du, wird es also leichter fallen, viel Geld zu verdienen? Menschen, deren Gehirn auf die positiven Seiten des Gelds programmiert ist oder eher Menschen, deren Gedanken negativ auf dieses Thema ausgerichtet sind?

Hier ist meine Aufgabe für Dich:
Ergründe Deine Glaubenssätze über Geld. Wie machst Du das?

  • Nimm Dir ein Blatt Papier
  • stelle Dir einen Wecker auf drei Minuten und
  • schreibe alles auf, was Dir zum Begriff "Geld" einfällt.

Ohne nachzudenken, ohne zu zögern, tue es einfach! Und wenn die Zeit um ist, dann lies Dir durch, was Du geschrieben hast! 

Fallen Deine Zeilen eher in die Kategorie „positiv über Geld denken“ oder „negativ über Geld denken“? Es gibt hier kein „gut“ oder „schlecht“. Es geht bei dieser Übung darum, dass Du reflektierst und Dir bewusst machst, was Dein Gehirn so den lieben langen Tag über Geld denkt.

Finde heraus, wie Deine Programmierung ist! Mache Dir klar, was die Stimme in Deinem Kopf über Geld sagt! Glaube mir, das ist spannend, macht Spaß und ist sehr lehrreich.

Das ist einer der ersten Schritte, um sich das Mindset von reichen Menschen anzueignen und einer der ersten Schritte in Richtung Erreichung Deiner finanziellen Ziele. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Übung!

Schau auf Dein Geld 🙂

Dein Johannes

About the Author

Mein Name ist Johannes Resetar und ich bin internationaler Unternehmensberater, zertifizierter Trainer und Unternehmer. Meine Leidenschaft ist es Menschen auf Ihrem Weg zu begleiten ihre Ziele zu erreichen. Dabei weiss ich, dass alles was wir brauchen um privat, beruflich und finanziell glücklich zu werden schon vorhanden ist. Ab und zu braucht es einfach jemanden, der uns an der Hand nimmt und Bestehendes neu entdeckt.

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