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Mein Name ist Johannes Resetar und ich bin internationaler Unternehmensberater, zertifizierter Trainer und Unternehmer. Meine Leidenschaft ist es Menschen auf Ihrem Weg zu begleiten ihre Ziele zu erreichen. Dabei weiss ich, dass alles was wir brauchen um privat, beruflich und finanziell glücklich zu werden schon vorhanden ist. Ab und zu braucht es einfach jemanden, der uns an der Hand nimmt und Bestehendes neu entdeckt.

Dez 29

Du bist was Du denkst

By johannesresetar | Allgemein

Ein Trainerkollege von mir hat mir Folgendes erzählt: Er hat ein Verkaufstraining gehalten, wo er Leuten beigebracht hat besser zu verkaufen.

Es war eines von diesen typischen Seminarhotels. Der Raum fasste ungefähr 30 Leute und die Sessel waren nicht mehr die Allerneuesten. Es war im Winter, draußen hat es geregnet, drinnen war es warm und im Seminarraum hat es nach Kaffee gerochen.

Alle Anwesenden waren schon da, und nachdem das Murmeln der Leuten nachgelassen hat, hat mein Kollege seinen Vortrag begonnen. Die Leute habe ihm zugehört und so ist die erste halbe Stunde ohne große Überraschungen verlaufen. 

Auf einmal geht die Tür auf und ein Mann kommt herein. Er stapft mit großen Schritten durch den Raum. Er sieht irgendwie ungepflegt aus, ist etwa einen Meter sechzig groß und hat einen Bauch, als ob er einen Fußball verschluckt hätte. Er sagt ganz laut „Ja, ich weiß, dass ich spät bin, ich bin schon still. Achten Sie nicht auf mich!“. Er geht ganz nach vorne und setzt sich in die erste Reihe direkt neben eine hübsche Frau, der er zuzwinkert. Sie lächelt schüchtern und durchaus beeindruckt zurück. 

Mein Trainerkollege denkt sich nicht viel dabei und fährt mit dem Seminar fort.

Der Mann in der ersten Reihe bleibt aber nicht still, sondern macht lautstark Witze während des Vortrages und flirtet mit der hübschen Frau. In den Pausen ist er umringt von seinen Kollegen und unterhält die gesamte Gruppe mit seinen Geschichten. Er ist sehr beliebt und wie sich herausstellt, einer der erfolgreichsten Verkäufer der Firma.

Mein Trainerkollege überlegt, „Der ist nicht besonders hübsch, etwas weniger wiegen könnte er auch, und vor allem, der ist nur knapp über einen Meter! Ich weiß wirklich nicht, wie der so beliebt sein kann. Hätte ich diese Statur und auch noch diese schiefen Zähne, ich wäre nicht so voller Selbstvertrauen. Ich wundere mich, wie der es schafft so beliebt zu sein!“

Mach mit mir folgendes Gedankenexperiment: Stell Dir vor, Du nimmst an einem meiner Seminare teil. Ich bitte Dich nach vorne zu kommen, Du ziehst einen Zettel aus einem Kasten und sollst blitzschnell die folgenden Fragen beantworten:

  1. Was kannst Du eigentlich?
  2. Warum eignest Du Dich für Deinen Job?
  3. Was war Dein größter beruflicher Erfolg?
  4. Was hast Du jemals für Dein Unternehmen erreicht?
  5. Warum sollst gerade Du Verantwortung für das anstehende Projekt haben?
  6. Warum sollte ich ausgerechnet Dir eine Führungsrolle anvertrauen?

Hättest Du die passenden Antworten auf diese Fragen? Ich gebe zu, ich vor einiger Zeit noch nicht. Das Gefährliche ist: Wenn es darum geht, das Offensichtliche auszusprechen, gibt es keine zweite Chance.

Jeder von uns kennt John F. Kennedy, den berühmten amerikanischen Präsidenten. Aber was wissen wir über Ted Kennedy den Bruder des berühmten John F.? Er war schließlich auch als Präsidentschaftskandidat aufgestellt?

Die Wenigsten wissen etwas von ihm. Ihm hat nämlich eine einzige Frage von einem Journalisten vor laufender Kamera die Wahl gekostet. 

Wenn die volle Aufmerksamkeit auf Dich gerichtet ist, dann kannst Du Dir kein Herumreden erlauben. Auch wenn Dir Menschen solche Fragen, wie ich sie oben erwähnt habe, sehr selten direkt stellen, wirkt sich das bloße Bewusstsein der Antworten unbewusst auf Dein Verhalten aus. Diesen Einfluss nennt man Priming.

Du fragst Dich jetzt, was das mit dem Erreichen Deiner finanziellen Ziele zu tun hat?

Priming funktioniert auch im täglichen Leben. Sobald Du Dir die Antworten auf die oben genannten Fragen bewusst gemacht und notiert hast, kannst Du vor wichtigen Gesprächen auf diese Sätze blicken.

Du wirst sehen, Dein Verhalten wird sich daraufhin verändern, Du strahlst Zuversicht aus und Deine tatsächliche Leistung verbessert sich. Und das kann Dich Deinen finanziellen Zielen, einer Gehaltserhöhung oder einem erfolgreichen Abschluss eines Verkaufsgesprächs wesentlich näher bringen.

Eine Studie hat Folgendes festgestellt: Alleine die Idee, dass Du klug bist, Dich für intelligent hältst oder fest an Dich glaubst, beeinflusst stark Deine Leistung.

Versuchspersonen sollten 42 relativ schwierige Trivial-Pursuit Fragen beantworten. Eine Gruppe wurde gebeten, dass sie sich fünf Minuten vorstellen, sie wären Universitätsprofessoren, bevor die Fragen gestellt wurden. Eine andere Gruppe sollte sich mit Fußball Hooligans identifizieren.

Tatsächlich löste die „Professor Gruppe“ mehr Aufgaben (55,6%) als die „Hooligans Gruppe“ (42,6%).

Die Frage, die der Journalist Ted Kennedy nämlich vor laufender Kamera gefragt hat, war Folgende: „Warum kandidieren Sie für die Präsidentschaft?“

Ted Kennedy ist dagestanden wie vom Blitz getroffen und es hat zehn endlose Sekunden gedauert, bis er etwas heraus gestottert hat. Dieses Zögern hat ihm das amerikanische Volk nie verziehen. Er hat die Vorwahl gegen Jimmy Carter verloren, der schlussendlich Präsident geworden ist.

Zurück in den Vortagsraum mit den Verkäufern: 

Der Seminartag geht zu Ende und nachdem schon viele Teilnehmer den Seminarraum verlassen haben, bleiben mein Trainerkollege und der besagte Teilnehmer noch im Raum und unterhalten sich. Da ist mein Trainerkollege neugierig und fragt den Teilnehmer, warum er ein so erfolgreicher Verkäufer ist.

Da antwortet der Teilnehmer, „Das ist ganz einfach. Jeden Tag, wenn ich aufstehe, schaue ich in den Spiegel, lächle mir zu und sage zu meinem Spiegelbild: Du bist ein Geschenk für die Menschheit!

Priming ist also der unbewusste Einfluss auf Dein Verhalten und hat zwei Funktionen:

  1. Es wirkt sich auf Dein Unbewusstes aus und 
  2. lässt Dich kompetenter wirken.

Du kannst Priming auch üben. Und das täglich. Wie, verrate ich Dir in dieser Aufgabe:

Hier ist meine Aufgabe für Dich:
Prime Dich auf Erfolg und mehr Geld. Das machst Du folgendermaßen: 

  • Nimm Dir ein Blatt Papier.
  • Schreibe fünf Sätze auf, die wie Folgt beginnen: „Ich kann besonders gut … (setze eine Deiner Fähigkeiten ein). 
  • Lies Dir diese fünf Sätze laut vor. Mindestens zwei Mal am Tag: In der Früh gleich nach dem Aufstehen und am Abend bevor Du einschläfst. 

Warum solltest Du das machen? Dieses Priming wird sich nach einiger Zeit in Dein Unbewusstes verlagern. Du wirst beginnen es zu glauben und das hilft Dir in Situationen, wo Du in der Vergangenheit unsicher warst.

Selbstbewusste Menschen wissen unbewusst, was sie können, wo ihre Qualitäten liegen und wie sie auch ihren Wert verkaufen können. Diese sind sehr oft auch finanziell erfolgreich.

Also wenn Du Feine finanziellen Ziele erreichen möchtest, arbeite an Dir. 

Mit Priming.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Übung!

Schau auf Dein Geld 🙂

Dein Johannes

Dieser Artikel ist entstanden, weil ich das Thema in folgendem Buch sehr spannend gefunden habe und es auch für mich selbst nutze. Hier erfährst Du mehr:

Dez 29

Die Sache mit dem Esel

By johannesresetar | Allgemein

Ein Vater macht mit seinem kleinen Sohn eine Reise. Sie wollen die Großeltern besuchen.

Sie haben auch ihren Esel dabei und gehen durch ein Dorf. Da kommen Sie an einem Haus vorbei aus dem eine Frau aus dem Fenster sieht. Da ruft sie dem Vater zu: „Was bist Du denn für ein Rabenvater? Dein Sohn geht zu Fuß, und Du lässt ihn nicht auf dem Esel reiten?“ Da bleibt der Vater stehen, überlegt kurz, gibt der Frau Recht und setzt den Sohn auf den Esel und sie gehen weiter.

Ein paar Minuten später kommen Sie an eine Kreuzung wo Männer an der Straße arbeiten. Einer schaut auf, sieht die Drei und sagt zum Vater: „Hallo mein Freund. Du siehst aus wie ein Mann, der viel arbeitet. Ihr habt anscheinend eine lange Wanderung vor euch und Du bist bestimmt sehr müde. Warum setzt Du Dich nicht auch auf den Esel?“ Der Vater geht in sich, nickt dem Arbeiter zu und setzt sich danach zu seinem Sohn auf den Esel.

Nach einiger Zeit kommen Sie an einem Park vorbei, wo ein alter Mann sitzt, die drei sieht und griesgrämig sagt, „Was für eine Tierquälerei! Das Kind ist jung und voller Energie. Und der Vater, er ist ein kräftiger Mann, in seinen besten Jahren. Müsst ihr auf diesem armen Tier sitzen? Der arme Esel wird unter der Last sicher bald zusammenbrechen.“ Als der Vater das hört, steigt er ab, nimmt den Sohn vom Esel und die drei gehen weiter.

Es dauert nicht lange, da kommt ihnen ein Wanderer entgegen, der sich über sie lustig macht. Er lächelt und sagt, „Also so etwas habe ich noch nie gesehen. Die Menschen werden immer eigenartiger. Sie haben einen Esel, der nichts leistet, und nicht einer von ihnen setzt sich drauf und lässt sich tragen!“ Da bleibt der Vater stehen, schiebt dem Esel eine Karotte in den Mund, dreht sich zum Sohn und sagt: „Siehst Du, man kann es nie jedem Recht machen.“

Jetzt frage ich Dich? Was wäre Dir wichtig in der Geschichte wenn Du der Vater wärst? Ist Dir Dein Sohn am wichtigsten und läßt ihn am Esel reiten? Reitest Du selbst am Esel und lässt Dich tragen, damit Du Deine eigenen Kräfte schonst? Oder liegt Dir das Wohlbefinden des Tiers am meisten am Herzen?

Bei der Frage, was wichtiger ist, das eigene Wohlbefinden, die Familie oder etwa Vierbeiner, gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Es ist eine Frage von Werten. Genauso wie jeder Mensch seine eigenen Glaubenssätze hat (Blog Beitrag zu diesem Thema hier), sind unsere Werte genauso individuell.​

Wozu sind Werte nun gut?

Werte bestimmen unser
  1. Verhalten
  2. Wahrnehmung
  3. Wünsche,
  4. Motivation und
  5. Sinngebung

Lass mich Dir ein Beispiel geben:

Herbert, der den Wert Familie hat, wird sehr viel Zeit mit Kindern und seinen Eltern verbringen (Verhalten).

Ihm wird bei seinen Nachbarn auffallen, wie mit den Familienmitgliedern umgegangen wird oder ob es einen Freizeitpark in der Nähe gibt, den er mit seiner Familie besuchen kann (Wahrnehmung).

Herbert träumt von einem großen Haus, wo er zu Feiern mit den Verwandten einladen kann (Wünsche).

Sein berufliches Engagement wird sich demnach richten, möglich viel Freizeit zu haben (Motivation).

Und sein Interesse wird Produkten gelten, welche er mit seinen Lieben teilen kann (Sinngebung).

Lass mich Dir noch ein Beispiel geben:

Susanne, die den Wert Karriere hat, wird viel Zeit im Büro mit Arbeit verbringen (Verhalten).

Ihr wird bei den Nachbarn auffallen, wie diese den Rechtsstreit mit der Gemeinde wegen ihrem Baugrundstück gewonnen haben (Wahrnehmung).

Sie träumt von einem MBA Studium an einer amerikanischen Top-Universität, die ihrer Rechtsanwalt-Laufbahn den letzten Schliff gibt (Wünsche).

Ihr Arbeitsstunden pro Woche grenzen an die Zahl einhundert (Motivation).

Und ihr Interesse gilt Fachliteratur, damit sie für schwierige zukünftige Rechtsstreitigkeiten gewappnet ist (Sinngebung).

Mir ist bewusst, dass diese beiden Beispiele überzeichnet und sehr Klischee behaftet sind. Kein Mensch hat nur einen einzigen Wert, der den gesamten Alltag und jede Situation bestimmt. Wir sind wandelnde Werte-Bündel, von denen einmal mehr und einmal weniger unser Verhalten abhängt. Doch wenn Du Menschen gut kennst, wirst Du in der Lage sein beurteilen zu können, welche Werte in ihrem Leben eine große Rolle spielen.

Was haben Werte mit Deinen finanziellen Zielen zu tun?

Sehr viel. Werte können sich gegenseitig behindern und beeinflussen. Sie können sich allerdings auch unterstützen. Werte sind Triebfedern, die Dein Verhalten steuern und Werte bilden Deine unbewussten Motivatoren und Demotivationen. 

Die Ursache, was Du tust oder nicht tust liegt in Deinen Werten. Und nicht nur das: Nachdem Du etwas getan hast, entscheidest Du anhand von Deinen Werten, ob die Tat gut war oder schlecht.

Wenn Du großen Wert auf Ehrlichkeit legst, kannst Du ein gutes Gefühl haben, wenn Du mit einem schwierigen Arbeitskollegen eine Aussprache hattest. Wenn einer Deiner wichtigsten Werte Weiterbildung ist, wirst Du vielleicht eine Position wählen, die schlechter bezahlt ist, als eine, wo Du mehr verdienst aber mehr Routinetätigkeiten erledigst. 

Eine wichtige Funktion, die Werte noch haben ist, dass sie die Filter beeinflussen, die das RAS einsetzt. Das RAS ist Dein Ortungssystem im Alltag, und steht für retikuläres Aktivierungssystem.

Jede Sekunde dringen über Deine Sinne zwei Milliarden Daten auf Dich ein. Um nicht den Verstand zu verlieren, wird diese Vielzahl von Informationen durch ein Netzwerk von Zellen in Deinem Gehirn gefiltert. Diese Filter lassen nur einen Bruchteil dieser Informationen weiter, welche verarbeitet werden. Dieses Netzwerk aus Filtern heißt retikuläres Aktivierungssystem (RAS) und leitet nur folgende Daten weiter:

1. Daten, die lebenswichtig sind. Wenn Du zum Beispiel tief schläfst und durch ein seltsames Geräusch aufwachst. Oder wenn Du gedankenverloren spazieren gehst und plötzlich auf ein Auto aufmerksam wirst, welches sich Dir schnell nähert. 

2. Daten, die neu sind. Weißt Du noch, als Du das letzte Mal einen neuen Job begonnen hast? Am Anfang war alles vielleicht aufregend und spannend. Die Themen waren interessant und die Kollegen hilfreich. Doch nach ein paar Wochen fällt Dir auf, welche Tätigkeiten doch nicht zu Dir passen oder welcher Arbeitskollege sich als Langweiler oder Großmaul herausstellt. Das liegt daran, dass sich der Neuheitswert abgenutzt hat.

3. Daten, die einen starken emotionalen Gehalt haben. Das Vibrieren Deines Telefons wirst Du vielleicht immer bemerken, weil ein wichtiger Geschäftspartner dran sein könnte. Doch wenn Deine Schwiegermutter ansetzt, um Erziehungsratschläge zu geben, könnte es sein, dass Deine Aufmerksamkeit abschweift.

Jetzt lautet die Gretchen-Frage:

Kennst Du Deine Werte? Weisst Du ganz genau, was Dein Verhalten unbewusst steuert? Hast Du Dir schon einmal die Mühe gemacht herauszufinden, was Deine eigentlichen Motivatoren sind?

Wenn nicht, dann könnte es sein, dass Du bis heute Deine finanziellen Ziele nicht erreicht hast, weil Deine eigentlichen Werte dagegen steuern. Es könnte sein, dass Du eigentlich (unbewusst) Ruhe und Entspannung willst, obwohl Du Dir jeden Tag vornimmst mehr und härter zu arbeiten. Vielleicht lautet einer Deiner Werte Freiheit, aber Du arbeitest in einem Konzern, wo jede Deiner Aktivitäten kontrolliert wird? Oder Du versuchst mit Aktien reich zu werden, obwohl Du Dich eigentlich nicht mit Zahlen und Börse-Analysen herumschlagen möchtest?

Mein Rat an dieser Stelle: Finde heraus, was Deine Werte sind. Erkunde, was Dich antreibt und Dich zum Tun bringt. Und auch, was Dich davon abhält manche Dinge zu erledigen.

Ohne Deine Werte zu kennen, bist Du im Blindflug unterwegs und Du weisst nicht, warum Du Dinge tust, die täglich Deinen Alltag bestimmen.

Wie Du das anstellst, findest Du in folgender Aufgabe: 

Hier ist meine Aufgabe für Dich:
Ergründe Deine Werte. Wie machst Du das? Um herauszufinden, was Deine Werte sind, erledige folgende Aufgabe: 

  • Lade Dir die Liste von Werten hier herunter.
  • Suche Dir 10 Werte aus, die für Dich in Deinem Leben (beruflich und privat gemischt) wichtig sind. Nicht 9, nicht 11, genau 10. Wenn Dir ein Wert fehlt, ergänze ihn.
  • Überlege Dir, wie diese Werte sich auf deinen Wunsch viel Geld zu verdienen auswirken.

Jetzt weisst Du, was Deine wichtigsten 10 Werte in Deinem Leben sind.

Was machst Du jetzt damit?

Du überlegst Dir, wie diese Werte zu Deinen finanziellen Zielen passen und wie Du diese 10 Werte aktiv mit deinen Zielen verknüpfen kannst.

Ich gebe Dir 3 Beispiele:
1. Wenn Du den Wert Loyalität ausgewählt hast könnte das bedeuten, dass Du mit Menschen zusammenarbeiten möchtest, die auch loyal sind. Tust Du das? Wenn ja, wie kannst Du diese Zusammenarbeit weiter ausbauen? Wenn nicht, wie kannst Du mit Leuten zusammenarbeiten, die auch loyal sind?
2. Wenn Du den Wert Freundschaft ausgewählt hast, frage Dich wie dieser Wert zu Deinen finanziellen Zielen passt. Etwa: Hast Du Freunde, die schon finanziell frei sind? Oder mit welchen Freunden möchtest Du gemeinsam an deinen Zielen arbeiten?
3. Wenn Du den Wert Zufriedenheit ausgewählt hast, denke nach wie viel Geld Du besitzen möchtest, damit Du zufrieden bist?

Somit kannst Du vermeiden, dass Du Dich unbewusst blockierst. Denn, wenn Du Deine Werte kennst, kannst Du Deine Aktivitäten so steuern, dass Du Deinen Zielen immer näher kommst.  

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Übung und beim Dich-selbst-kennenlernen​!

Schau auf Dein Geld 🙂

Dein Johannes

Dieser Artikel ist entstanden, weil ich das Thema in folgendem Buch sehr spannend gefunden habe und es auch für mich selbst nutze. Hier erfährst Du mehr:

Dez 28

Glaube nicht alles was Du denkst

By johannesresetar | Allgemein

Ein siebenjähriger Junge und sein Vater gehen in den Zirkus, wo sie einen tollen Nachmittag verbringen.

Der Junge ist vollends begeistert. Er tanzt zur Musik, die von der Zirkuskapelle gespielt wird, hört das Jubeln der Zuschauer, lässt sich mitreißen von der tollen Stimmung, ist aufgeregt und lacht voller Freude die ganze Zeit.

Er beobachtet Artisten, die die kühnsten Kunststücke aufführen und durch die Luft fliegen. Er lacht über Clowns, die Späße machen und ist vor allem begeistert von den exotischen Tieren. Manche sieht er zum ersten Mal. Da gibt es Pferde, Löwen, Giraffen, Nilpferde, Affen und einen riesigen Elefanten.

Der Elefant ist das größte Tier, das der Junge je gesehen hat. Er spritzt Wasser mit seinem Rüssel, steht auf zwei Beinen, er trötet ganz laut und hat ungeheuer viel Kraft. Er schiebt ein Auto, als wäre es Spielzeug, er hebt gigantische Baumstämme und er durchbricht sogar Mauern. Den Elefanten kann nichts aufhalten.

Nach der Vorstellung gehen der Junge und sein Vater nach Hause. Sie gehen noch an den Tierkäfigen vorbei und... vorbei am Elefanten. Da bleibt der Junge kurz stehen und schaut sich den Elefanten noch einmal an. 

Dieser steht da, bewegt sich nicht, hat traurige Augen und macht einen armseligen Eindruck.
Gar nicht mehr stolz, gar nicht mehr kraftvoll, einfach nur ruhig, leise und traurig. Er steht einfach da, weil sein Bein an einen Holzpflock gebunden ist. Doch der Holzpflock ist so klein und dünn wie ein Strohhalm im Vergleich zum riesigen Bein des Elefanten.

Der Junge versteht das nicht: „Wie kann sich so ein großes Tier, das alle Kraft der Welt hat, von so einem kleinen Holzpflock zurückhalten lassen?“

Du fragst Dich jetzt, was das mit dem Erreichen Deiner finanziellen Ziele zu tun hat?

Lass mich folgendermaßen beginnen: Dein Gehirn arbeitet mit Vereinfachungen, wenn Du eine Entscheidung triffst. Egal, ob Du hungrig oder durstig bist, schlafen möchtest oder Geld verdienen willst. Dein Gehirn greift in solchen Situationen auf Deine Erfahrungen zurück. 

Warum? Weil es Dein Gehirn sehr viel Energie kosten würde, jedes Mal eine neue Lösung für ein aktuelles Anliegen (wie Hunger, Durst, Schlaf, Geldmangel etc.) zu suchen. Deshalb tut Dein Gehirn Folgendes: Es nimmt eine „Abkürzung“. Es kramt in der Erinnerung und schlägt Dir eine Lösung vor, die sich in der Vergangenheit bewährt hat.

Und hier kommt der Begriff ins Spiel, den ich Dir in diesem Artikel vorstellen will. Der Begriff der Glaubenssätze.
Glaubenssätze sind solche Vereinfachungen. Unser Gehirn liebt Vereinfachungen, weil diese ihm das Leben einfacher machen.

Ich gebe Dir ein Beispiel. Sagen wir Du bist kulinarischer Anhänger der Restaurantkette mit dem goldenen M. Deshalb existiert in Deinem Gehirn der Glaubenssatz: „Wenn ich hungrig bin, ist die Lösung ein Besuch im Lokal mit dem goldenen M.“

Wenn Du jetzt in einer fremden Stadt bist, in der Du noch nie gewesen bist und Hunger bekommst,
bedient sich Dein Gehirn dieses Glaubenssatzes.

Statt dass es Dir vorschlägt, die örtliche Küche zu probieren, wählt es die Abkürzung des Glaubenssatzes, über den wir gerade gesprochen haben. So marschierst Du in die nächste Filiale Deiner favorisierten Fast-Food-Kette. Nichts mit Herumsuchen, keine Passanten fragen, keine Versuche etwas in einer fremden Sprache zu bestellen. Dein Gehirn umgeht diese Herausforderungen, macht es sich einfach und schickt Dich zum Burger-Essen.

Quantenphysiker können belegen, dass wir täglich bis zu 100.000 Gedanken denken. Bis auf wenige Tausend sind es immer dieselben.

Das bedeutet, dass unser Gehirn, das wie ein Computer funktioniert, meistens auf Autopilot steht und Routinen abspielt. Es spult also den ganzen Tag Glaubenssätze ab. Es hält sich 98% der Zeit an genau diese Glaubenssätze.

Glaubenssätze formen die Grundlagen unserer Realität und bestimmen so unser Denken. Sie können Gesundheit, Reichtum und Glück fördern oder zu Armut, Unwohlsein und Krankheit führen.

Zurück zum Elefanten. Zurück zu diesem kraftvollen Tier, das sich von so einem kleinen, schmalen Holzpflock zurückhalten lässt. Warum reißt er nicht einfach das Stück Holz aus und läuft in die Freiheit? Der Elefant kann ganze Bäume ausreißen, aber was hindert ihn? Die Antwort ist, dass seine Glaubenssätze ihn hindern. Der Elefant war schon als Baby am Holzpflock befestigt. Damals hat er versucht den Holzpflock aus dem Boden zu zerren, er hat es aber nicht geschafft, weil er noch zu schwach war. Das war der Zeitpunkt als sich seine Glaubenssätze gebildet haben.

Diese könnten etwa lauten: „Der Holzpflock lässt mich nicht gehen. Der Holzpflock hindert mich am Weglaufen. Wenn ich am Holzpflock festgebunden bin, kann ich nicht weg.“

Diese Erfahrungen, Vereinfachungen und Glaubenssätze bestimmen heute sein Leben. Selbst wenn er viel größer, kräftiger und mächtiger ist, als noch vor vielen Jahren.

Der Elefant bleibt nicht stehen wegen des Holzpflocks sondern wegen der Realität, die seine Glaubenssätze kreieren. Selbst wenn diese Glaubenssätze Jahrzehnte alt sind.

Hast Du auch einen Holzpflock, wenn es um das Thema Geld geht? Hast Du Glaubenssätze, die sich über Jahre gebildet haben? Gibt es Gedanken, die Du täglich hast, die Dich vom finanziellen Erfolg abhalten?
Haben sich diese in Deinem Gehirn manifestiert und in die Programmierung Deiner Gedanken eingebrannt?

Lauten Deine Glaubenssätze über Geld zum Beispiel:
😯 Geld verdirbt den Charakter.
😨 Wer viel Geld hat, ist sicher kriminell.
😰 Wenn jemand mehr Geld hat, hat ein anderer weniger.
🤐 Sei zufrieden mit der Menge Geld, die Du hast.
🤕 Um nicht arm zu sein, muss man sein Leben lang hart arbeiten.
😵 Nur wer aus einer reichen Familie kommt, wird selbst einmal viel Geld haben.
🤥 Reiche Menschen haben Glück gehabt.

Oder lauten sie eher:
😃 Geld stärkt den Charakter.
😁 Geld ist Mittel zum Zweck, damit ich frei bin.
🙂 Es ist mein Geburtsrecht Geld zu haben.
🤗 Geld macht glücklich.
😌 Es ist genug Geld für alle da.
🤓 Das Geld liegt auf der Straße, ich muss es mir nur holen.
🙃 Geld zu verdienen ist einfach.

Merkst Du den Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien? Die einen sind positiv bezüglich Geld und die anderen sind negativ.

Und wem glaubst Du, wird es also leichter fallen, viel Geld zu verdienen? Menschen, deren Gehirn auf die positiven Seiten des Gelds programmiert ist oder eher Menschen, deren Gedanken negativ auf dieses Thema ausgerichtet sind?

Hier ist meine Aufgabe für Dich:
Ergründe Deine Glaubenssätze über Geld. Wie machst Du das?

  • Nimm Dir ein Blatt Papier
  • stelle Dir einen Wecker auf drei Minuten und
  • schreibe alles auf, was Dir zum Begriff "Geld" einfällt.

Ohne nachzudenken, ohne zu zögern, tue es einfach! Und wenn die Zeit um ist, dann lies Dir durch, was Du geschrieben hast! 

Fallen Deine Zeilen eher in die Kategorie „positiv über Geld denken“ oder „negativ über Geld denken“? Es gibt hier kein „gut“ oder „schlecht“. Es geht bei dieser Übung darum, dass Du reflektierst und Dir bewusst machst, was Dein Gehirn so den lieben langen Tag über Geld denkt.

Finde heraus, wie Deine Programmierung ist! Mache Dir klar, was die Stimme in Deinem Kopf über Geld sagt! Glaube mir, das ist spannend, macht Spaß und ist sehr lehrreich.

Das ist einer der ersten Schritte, um sich das Mindset von reichen Menschen anzueignen und einer der ersten Schritte in Richtung Erreichung Deiner finanziellen Ziele. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Übung!

Schau auf Dein Geld 🙂

Dein Johannes

Dez 27

Der Preiszettel Deiner Wunschträume

By johannesresetar | Allgemein

Irgendwann zwischen meinem Studium und dem zweiten oder dritten Angestelltenverhältnis passiert es: Es stellt sich der Realismus ein. Der Realismus der uns den Kredit für das Eigenheim aufnehmen lässt, der Realismus, der uns sagt, „Na gut, aus der Weltreise wird halt vor der Pension nichts,“ und der Realismus, der uns Sätze sagen lässt wie „Der Arbeitstag war eh nicht so schlecht.“ Und ich kritisiere hier nicht das österreichische „eh“. Denn „eh nicht so schlecht“ bedeutet für mich, dass sich der Mensch mit dem Status Quo abgefunden hat. Abgefunden mit einer Situation, die er vor einigen Jahren kritisiert hat und in die er nie nie niemals selbst kommen wollte. Als wir noch in der Ausbildung waren, Schule oder Studium, uns ausgemalt haben, wie wir die Welt erobern werden. Im Vorstand sein mit 30 Jahren. Und dann das Porsche Cabrio fahren. Allerspätestens mit 32. Aber jetzt haben wir es „eh“ auch geschafft. Wenn der Firmenwagen ein VW Passat ist. Ein Diesel. Denn der ist „eh“ so praktisch.

In der Jugend, wo Träume noch erlaubt sind, ist es einfach. Da machte ich mir keine Gedanken, wie ich meine Ziele erreiche, ich war mir nur sicher, dass ich sie erreiche. Die Dachgeschosswohnung, vielleicht Villa am Strand, der Sportwagen und der Jetset Job, in dem man durch die Welt fliegt und im Maßanzug einfach nur gut aussieht. Praktisch James Bond.

Heute ist alles anders. Wir haben uns rum kriegen lassen von der Gesellschaft, die mich fragend ansieht, wenn ich mit 33 Jahren noch kein Eigenheim habe, welches ich mindestens 30 Jahre abzahle, noch keinen Kombi mit zwei Kindersitzen oder nicht sicher bin, ob ich in dem Unternehmen in Pension gehen möchte, wo ich gerade angestellt bin.

Das Ding mit dem Elefanten

„Es wird nicht alles so heiß gegessen, wie gekocht wird.“ „Probier es doch erst mal“. Dieselben Menschen, die uns als Kind angespornt haben, Laufen zu lernen, über sich hinauszuwachsen, und raus in die Welt zu gehen, zu studieren oder sich auf einen Job einzulassen, der uns vielleicht überfordert, bremsen uns, wenn wir über das erreichte Mittelmaß hinauswollen. Wer Ausbildung abgeschlossen hat, eine fixe Angestelltenanstellung hat und regelmäßig in den Bausparvertrag einzahlt, hat es gesellschaftlich geschafft.

Doch was, wenn ich mehr möchte?

Mein Lateinprofessor hat immer gesagt, „Auch einen Elefanten kann man scheibchenweise verspeisen.“ Kann ich also auch meine großen Ziele scheibchenweise erreichten? Vielleicht doch den Sportwagen spätestens mit 32?

Doch fangen wir von vorne an: Was sind denn meine großen Ziele überhaupt? Wann habe ich mir das letzte Mal eingestanden, dass ich noch nicht fertig bin mit meinem Leben, dass da jetzt noch etwas kommen soll und ich Traumpläne habe?

Arbeite an Deinen Traumplänen!

Mit dieser Vorgangsweise, dich ich Dir jetzt vorschlage darfst Du an Deinen Traumplänen arbeiten! Zu träumen kostet nichts, und rechnen kostet auch nichts. Nur ein bisschen Zeit, und ich gehe davon aus, dass, wenn Du bis hierher gelesen hast, jetzt auch Lust darauf hast, weiter zu machen, denn jetzt beginnt der Spaß!

An den Traumplänen zu arbeiten macht Spaß, aber es ist gar nicht so einfach! Je schwerer es Dir fällt, umso dringender empfehle ich Dir diese Methode! Am besten orientiere Dich an den Arbeitsblättern, die Du hier herunterladen kannst:

Hier die Anleitung:

Beantworte zuerst folgende Frage:

1. Was würdest Du tun, wenn Du unmöglich scheitern könntest?

Stelle Dir Schritt für Schritt folgende Fragen:

4 Dinge, die ich gerne haben würde (braune Tabellen im Arbeitsbogen)? (Materielle Bedürfnisse, einschließlich aber nicht nur materielle Dinge wie Haus, Auto, Kleidung und so weiter)

4 Dinge, die ich gerne sein würde (grüne Tabellen im Arbeitsbogen)? Souverän in der Italienischen Sprache, ein Bodybuilder oder ausgebildeter Ferrari-Mechaniker...?

4 Dinge, die ich gerne tun würde (rote Tabellen im Arbeitsbogen)? Nach Thailand reisen, ein Tour zum Mount Everest machen, bei einem Lotus Rennen mitmachen…?

Das ist eine Übung um seine Hemmnisse zu überwinden. Schreibe nicht auf „Ein Elektroauto bauen“ wenn Du einen Hummer fahren möchtest, der 30 Liter auf 100 km verbraucht. Zensiere Dich nicht, lass Deiner Fantasie freien Lauf und traue Dich zu träumen und aufzuschreiben, was Du wirklich willst. Niemand wird den Zettel lesen, wenn Du nicht willst.

Wenn Dir das Ganze zu „blöd“ vorkommt, dann erinnere Dich daran, wie es war als Kind sich Dinge zu erträumen. Du siehst im TV einen Science-Fiction Film und malst Dir aus, auch zu Sternen zu reisen. Du staunst über einen Fußball Profi und siehst dich schon selbst Tore in der Champions-League schießen. Du siehst einen Sportwagen auf der Straße und lenkst ihn in Gedanken selbst. Und jetzt stelle ich die Frage: Wann hört das auf, wann darf man nicht mehr träumen? Jetzt darfst Du, also los!

2. Dir fällt nichts ein?

Hier ein Tipp: Wenn Du Dir schwer bei der Aufgabe tust, dann versuche daran zu denken: Was würde ich tagtäglich tun, wenn ich 100 Millionen Euro am Konto hätte? Wenn Dir jetzt keine Antwort einfällt, dann drucke Dir trotzdem das Dokument aus, lass es neben Deinem Computer liegen und wirf einen Blick innerhalb der nächsten 24 drauf, jedes Mal wenn Du Dich an Deinen Computer setzt und davon aufstehst. Ich bin mir sicher, Dir fallen tolle Dinge ein, wenn nicht jetzt, dann sicher später. Weitere Hilfestellungen geben die folgenden Fragen:

  • Worauf habe ich mich als Kind gefreut?
  • Was wollte ich schon immer lernen?
  • Was bewundere ich an anderen?
  • Worauf achte ich beim Fernsehen?
  • Worum beneidest Du andere Menschen?

Hast Du die Fragen beantwortet? Dann ab zum nächsten Schritt:

3. Was musst Du tun um zu sein?

Benenne eine Tätigkeit, die Du ausführen musst um das zu werden, was Du sein möchtest. Zum Beispiel, wenn Du Tennisprofi werden möchtest, könntest Du drei Mal die Woche eine Stunde bei einem Tennislehrer nehmen.  Oder wenn Du fließend Italienisch sprechen möchtest, dann unterhalte Dich jeden Tag zwanzig Minuten mit dem italienischen Kollegen in der Nachbarabteilung, oder verbringe mindestens auf Deinem Weg zu Deinem Arbeitsplatz 10 Minuten mit einer Sprachapp auf Deinem Smartphone. Vielleicht fällt es Dir leichter Dir zuerst etwas Abstraktes vorzustellen, bevor Du die Aktivität benennen kannst, die es ermöglicht.

4. Ermittle, was der Preiszettel ist, der über dem Erreichen Deiner Träume steht.

Wenn Du davon ausgehst, dass Deine Ziele mit Geld zu kaufen sind, wie hoch sind die Kosten, die Du für diese Dinge aufbringen wirst? Wie hoch sind Kreditraten, Miete, Hypothek, Versicherungen und so weiter? Ein Porsche Cabrio, welches fünf Jahre alt ist (und so 90% aller Menschen nicht sehen, ob es sich um einen Neuwagen handelt oder nicht), bekommt man am österreichischen Gebrauchtwagenmarkt um circa 80.000 €. Diesen kann man für circa 1.000€ im Monat leasen.

Oder wie wäre es mit einem Ticket für eine Weltreise? 2.849 € für ein Flugticket, welches Afrika, Asien, Australien, Südamerika, Nordamerika beinhaltet.

(Versteh mich nicht falsch, ich rate hier niemanden sich ein Auto zu leasen, den er sich nicht leisten kann oder seinen Job zu kündigen um den letzten Bausparvertrag von Oma aufzubrauchen um ans andere Ende der Welt abzuhauen und dann kein Geld für ein Hotelzimmer zu haben. Ich sage allerdings, dass es für Träume, die man sich mit Geld verwirklichen kann ein Preisschild gibt, welches in fast allen Fällen kleiner ist, als wir glauben.)

Zum Schluss berechne noch dein monatliches Zieleinkommen, das Du zur Realisierung Deiner Ziele benötigst. Das geht nun wie Folgt: Addiere die Kosten, die Du für die Träume ausgeben möchtest. Das können auch 0 € sein. Danach addierst Du noch Deine monatlichen Ausgaben, wie sie zurzeit sind, und multiplizierst diese noch mit 1,3, damit Du einen monatlichen Puffer hast. Wahrscheinlich ist Dein monatliches Zieleinkommen niedriger als Du erwartet hast und es wird weiter sinken, denn je mehr materielle Dinge Du besitzt, umso unwichtiger wird es, weiteres materielles Gut anzuhäufen. Aber auch wenn die Summe furchteinflößend hoch ist, dann sieh das alles wie ein Spiel und bemerke einfach nur, dass Du einen Schritt Deinen Zielen näher sein könntest, wo Du konkret weißt, was das alles kostet.

5. Definiere abschließend drei konkrete Schritte jetzt um Deinen Plan in die Tat umzusetzen.

Ich weiß aus Erfahrung, dass langfristige Ziele ohne Deadline und sofortige erste Schritte wertlos sind. Wie oft hast Du Dir schon gedacht, „Ich fange irgendwann an, Sport zu treiben“, „Ich suche mir dann irgendwann einen Job, der mehr Freude macht“ oder „Ich werde einmal reich sein“. Genau… „einmal“ und „irgendwann“…

Dieser Schritt ist der wichtigste! 

Fange sofort an, den ersten Schritt zu tun, sonst hast Du die Aufgabe umsonst gemacht.

Es geht in dieser Übung vor allem darum, das Endziel so konkret wie möglich zu definieren, den dafür finanziellen Rahmen abzustecken und die ersten wichtigen Schritte zu gehen. (Wie Du das notwendige Kapital und freie Zeit dafür bereitstellen, erfährst Du in den nächsten Blogbeiträgen, trage Dich jetzt in die Benachrichtigungen am Ende der Seite ein damit Du nichts verpasst!)

Damit Du jetzt genau weißt, was ich meine, habe ich ein Beispiel vorbereitet:

Konkrete Schritte:

Haben:

  • Einen Besichtigungstermin von einem Porscheverkäufer ausmachen
  • Laserschwert Verkäufer auf eBay beobachten
  • Stellenbeschreibung auf karriere.at posten
  • Handyanbieter kontaktieren und einen Kostenvorschlag einholen

Sein:

  • Nächste Fitnesscenterbesuche im Kalender eintragen (inkl. Zeit für Hin-/Rückweg)
  • Themen für die nächsten 3 Blogartikel aufschreiben.
  • Französisch App herunterladen
  • Einkaufsliste für den nächsten Kuchen schreiben

Tun:

  • Einleitung für mein erstes Buch schreiben (1 Seite)
  • Flug nach Paris in 6 Monaten buchen
  • Jetzt meditieren
  • Auf die Einkaufsliste vom Punkt oben Obst und Gemüse für das Frühstück morgen hinzufügen.

Die Schritte sind so konkret, dass sie innerhalb von höchstens 5 Minuten zu erledigen sind (bis auf das Meditieren in meinem Beispiel). Falls das nicht möglich ist, unterteilen sie in mehrere Unterschritte. Wenn Sie gewisse Dinge nicht jetzt tun können, weil Mitten in der Nacht ist, dann tue es morgen in der Früh während Du Deinen Kaffee trinkst gleich als Erstes.

Ich rate auch, sich Verbündete an Bord zu holen. Wenn Du als Ziel hast Sport zu machen, dann verabrede Dich mit jemandem zum Sport, der diesen schon regelmäßig ausführt oder buche jetzt eine Stunde bei einem Sportlehrer. Wenn Du eine Reise in ein exotisches Land machen möchtest, dann ruf jetzt jemanden an, der diese Reise schon gemacht hat, und lass Dir Empfehlungen geben, was besonders sehenswert ist. Wenn Du Dir einen neuen Job suchen möchtest, dann verabrede Dich auf ein Treffen mit jemanden, der im letzten Jahr erfolgreich auf Jobsuche gegangen ist und hol Dir Tipps von ihm. Das gibt Dir auch eine Verpflichtung einem anderen Menschen gegenüber weiter Deinem Ziel zu folgen.

Also nochmal hier das Arbeitsdokument zum Download.

Viel Spaß beim Träumen und Umsetzen!

Schau auf Dein Geld 🙂

Dein Johannes

Inspiriert von Timothy Ferris – Die 4 Stunden Woche

Dez 09

Regelmäßiges oder riesiges Einkommen? Du entscheidest!

By johannesresetar | Allgemein

Du hast sicherlich auch diesen Rat erhalten:

  • Geh zu Schule, damit Du etwas lernen kannst.
  • Lerne fleißig, damit Du gute Noten bekommst.
  • Bekomme gute Noten, damit Du einen guten Job bekommst.
  • Such Dir einen guten Job, damit Du ein regelmäßiges Einkommen bekommst.
  • Habe ein regelmäßiges Einkommen, damit Du Dir das Leben leisten kannst.

OK, ich habe die Punkte 1 bis 5 erledigt. Ich kann mir mein Leben leisten. Und jetzt? Was, wenn ich mehr möchte?

Was, wenn ich mehr möchte als den gebrauchen Diesel zu fahren, mit 55 Jahren den Kredit abbezahlt zu haben und zwei Mal im Jahr im Urlaub gewesen zu sein? Was, wenn es mir nicht reicht, mir mein „Leben leisten zu können“?

Gehen wir einen Schritt zurück, ich möchte in diesem Artikel über den Punkt 4 – dem regelmäßigen Einkommen sprechen. In einem Buch, (welches ich Dir am Ende des Artikels empfehlen werde) habe ich einen interessanten Satz gelesen: „Reiche Menschen wählen ihre Bezahlung basierend auf ihren Ergebnissen. Arme Menschen wählen Ihre Bezahlung basierend auf Zeit“.

Worauf ich eingehen möchte, ist der Grundgedanke des rechtmäßigen Gehalts. Es ist absolut nichts Falsches daran, einen regelmäßigen Gehaltsscheck zu bekommen. Wenn (und nur wenn) es nicht störend auf Deine Fähigkeit wirkt, das zu verdienen was Du wert bist. Und das ist der springende Punkt. Menschen bevorzugen in der Regel, ein regelmäßiges Gehalt oder einen Stundenlohn zu erhalten. Sie brauchen die Sicherheit zu wissen, dass genau die gleiche Summe Geld zu genau dem gleichen Zeitpunkt Monat für Monat Bei Ihnen am Konto landet.

Worüber sie sich nicht im Klaren sind ist, dass diese Sicherheit ihren Preis hat, und der Preis ist ein überdurchschnittliches Vermögen aufzubauen.

Leben auf der Grundlage von Sicherheit ist ein Leben auf der Grundlage von Furcht.

Wenn Du sagst, dass Du ein regelmäßiges Einkommen wählst, sagst Du eigentlich: „Ich habe Angst davor, nicht in der Lage zu sein, auf der Grundlage meiner Leistung ausreichend zu verdienen. Somit bin ich damit zufrieden, gerade genug zu verdienen um zu überleben.“ Was tun reiche Menschen Im Gegensatz dazu?

  • Reiche Menschen ziehen es vor, auf der Grundlage der Ergebnisse bezahlt zu werden, die sie selbst produzieren
  • Reiche Menschen besitzen üblicherweise ihr eigenes Geschäft
  • Reiche Menschen arbeiten für Provisionen oder für einen Prozentsatz der Einnahmen
  • Reiche Menschen entscheiden sich für Aktienoptionen und Gewinnbeteiligungen anstatt für höhere Gehälter

Alle diese 4 Punkte haben eines gemeinsam. Sie sind risikoreich und sie beinhalten die Chance für ein überproportionales Einkommen. Und wenn Du Angst hast, wenn Du die Sicherheit wählst, dann wirst Du die Finger von eigenen Geschäften, Provisionen oder Gewinnbeteiligungen lassen. In der Finanzwelt verhalten sich die Erträge im Normalfall proportional zum Risiko. Hohe Erträge erzielst Du nur, wenn Du hohes Risiko eingehst. Reiche Menschen gehen das Risiko ein. Reiche Menschen glauben an sich, an ihren Wert und ihre Fähigkeit, diesen Wert auch zu liefern.

Der Sockenverkäufer - Verkaufe nicht Deine Zeit, sondern das Resultat

Nehmen wir einmal an, Du hast ein Geschäft für Socken. Ganz einfache schwarze Socken, gestreifte Socken, bunte Socken, in jeder Form und Farbe. Du erhältst eine Bestellung für 50.000 Paar Socken. Was tust Du? Du rufst sofort Deinen Zulieferer an, bestellst 50.000 Paar Socken, versendest diese an Deinen Kunden und erhältst Deine Provision. Du erhältst also eine Provision für die Bestellung beim Großlieferanten und der Lieferung an Deinen Kunden. Egal ob Du so 5 oder 50.000 Paar Socken vom Lieferanten zum Kunden verschiebst, es ist derselbe Zeitaufwand!

Wenn Du andererseits nicht im Socken Geschäft bist, sondern im Massage Geschäft, wo Du die Verspannungen von anderen Leuten löst, und Du hast auf einmal 50.000 Kunden vor der Tür stehen hast, was tust Du dann? Du ärgerst Dich, dass Du in der Massage Branche und nicht in der Socken Branche. Du kannst lediglich versuchen dem letzten Patienten in der Schlange zu erklären, dass es ein wenig länger dauern kann und dass sein Termin im Jahr 2045 am Dienstag um 15:15 Uhr reserviert ist! Denn jede Massage dauert seine Zeit, und wenn die erste vorbei ist, kann erst die nächste beginnen. Nicht alle 50.000 auf einmal, wie bei der Sockenbestellung.

Als Masseur verkaufst Du Deine Zeit, aber als Socken Verkäufer hat Deine Zeit nichts damit zu tun, Du kannst 5 oder 50.000 Paar Socken in der gleichen Zeit bestellen. Du verkaufst das Resultat, nicht Deine Zeit.

Ich ermutige deshalb für Dich selbst und für Deine Ergebnisse zu arbeiten. Nicht für Deine Zeit. 

Wie machst Du das? Hier drei Vorschläge, die Liste ist endlos erweiterbar:

  • Du kannst auf Provisionsbasis für andere Dinge verkaufen. Das Verkaufen ist eine der weltweit am besten bezahlten Berufen.
  • Du kannst im Direktvertrieb arbeiten. Hier sind hohe Gewinne möglich. Allerdings erfordert es jede Menge Training, Zeit und Energie um erfolgreich zu sein.
  • Du schlägst Deinem Vorgesetzten vor Deine Anstellung gegen eine projektgebundene Zusammenarbeit einzutauschen. Du glaubst, dass Dich Dein Arbeitgeber nicht dafür interessiert? Da liegst Du vermutlich falsch. Die Beschäftigung von Angestellten kostet einem Unternehmen ein Vermögen, weil es neben den Gehältern auch noch zusätzlich Steuern bezahlt. 25 % oder mehr zusätzlich zu dem, was die Mitarbeiter verdienen. Weiters kommen Kosten für die Sozialversicherung dazu. Aber jetzt bietest Du Deinem Unternehmen an, als unabhängiger Berater zu arbeiten, was höchstwahrscheinlich eine Kostenersparnis von 50% darstellt. Die Sozialleistungen, die einem dadurch entgehen, kaufst Du ein, nachdem Du unheimlich viel Steuern gespart hast.

Wenn Du gerade keine brillante Geschäftsidee zu parat hast, Resultate zu verkaufen, mach Dir keine Sorgen: Es gibt massig im Internet Geschäftsideen von andern, die Du nutzen kannst.

Jetzt bist Du dran:

  • Wenn du angestellt bist, und für Deine Zeit bezahlt wirst, erstelle einen Plan, wie Du zumindest teilweise aufgrund Deiner Ergebnisse bezahlt wirst. Schlage diesen Plan Deinem Arbeitgeber vor.
  • Wenn Du angestellt bist und der vorige Punkt nicht möglich ist, dann überlege, wie Du Dich selbstständig machen kannst. Am Anfang Teilzeit. Eine Möglichkeit ist, anderen beizubringen, was Du kannst und Dich dafür bezahlen zu lassen. Wäre eine Trainertätigkeit eine Möglichkeit? Wäre sogar Dein jetziger Arbeitgeber ein potentieller Kunde?

Betrachte einfach Dein Einkommen aus diesem Blickwinkel: Verkaufen von Zeit gegenüber verkaufen von Ergebnissen.

Denn: Das Leben ist ein Rorschachtest.

Dein Johannes

Dez 08

Das größte Vermögen der Welt – Oder: Was Du von Bill Gates lernen kannst

By johannesresetar | Karriere

Viele von uns haben Vorbilder, Idole. Menschen, zu denen wir aufblicken. Männer, die Großes getan haben, wie ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen, ein Regime stürzen oder einen Weltrekord im Sport aufstellen. Du hast sicherlich auch sofort jemand vor dem geistigen Auge, wenn Du das Wort Vorbild oder Idol hörst. Idole haben das erreicht, wo wir selbst hinwollen. Sie haben das Ziel erreicht, welches wir uns selbst gesetzt haben.

Nun unterscheide ich drei Gruppen von Menschen:

  1. Es gibt diejenigen von uns, die dabei bleiben jemanden zu bewundern, über ihn zu reden, davon zu träumen es vielleicht auch zu tun – dieses Ziel zu erreichen. Und es beim Träumen und Bewundern belassen.
  2. Dann gibt es andere, die einen Schritt weitergehen und sich ansehen, wie derjenige dieses Ziel erreicht hat, den Weg bewundern und es ab da wieder belassen.
  3. Und dann gibt es die dritte Art von uns, die zusätzlich noch extrahieren, was sie von dem Idol, dem Vorbild lernen können um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Dieser Artikel ist für die zweite Gruppe und vor allem für die dritte Gruppe von Menschen geschrieben. Die erste Gruppe kann aber auch gerne weiterlesen. Oder auch nicht.

Lass mich Dir eine Geschichte erzählen:

Albuquerque in New Mexico 1977. Es war Miriam Lubows erster Tag an ihrem neuen Arbeitsplatz in einem jungen, innovativen Unternehmen. Alles in Allem machte der Betrieb einen eher chaotischeren Eindruck und Mirjam hatte noch nicht einmal ihren Vorgesetzten kennen gelernt, weil dieser auf Dienstreise war. Da schoss ein junger Kerl mit Jeans, Turnschuhen und zerzaustem Haar herein, spazierte in das Büro des Chefs und drang sogar ins Allerheiligste vor, den Computerraum. Ohne ein Wort zu Mirjam zu sagen, die nur mit offenem Mund danebenstand. Als sie sich gefasst hatte, lief Mirjam in eine andere Abteilung und fragte: „Was ist mit diesem Typen los? Er benimmt sich, als gehöre ihm der Laden!“ Ein Kollege antwortete, „Stimmt! Das ist der Chef, er heißt Bill Gates.“

Und dieser junge Kerl leitete das Unternehmen, das sich „Micro-Soft“ schrieb. Und er leitete es mit Erfolg.

Bildquelle: http://www.businessinsider.com/4-great-stories-about-bill-gates-2014-8?IR=T

Nach ein paar Jahren zog das Unternehmen nach Seattle um, wo es an sich gut entwickelte und größer wurde, und bald stand Besuch vor der Tür. Hoher Besuch sogar, sogar Allerhöchster: Als ob die Queen für einen Tee vorbeischaut, als ob der Papst um Rat fragt, als ob Gott selbst an die Tür klopft.

 Es war IBM, der unbestrittene damalige Gigant der IT Branche. Aber es waren keine alten verstaubten Bürokraten mit ihren Anwälten, sondern ein junges, ehrgeiziges Team auf geheimer Mission. Die Mission lautete, einen Computer für Privatpersonen, den Personal Computer zu entwickeln. (Und das, obwohl Professor Jonathan Frink von den Simpsons die damals herrschende Meinung zusammengefasst hatte (welche IBM-Chef Thomas J. Watson von 1943 zu geschrieben wird), nämlich dass nur die 5 reichsten Leute der Welt Verwendung für einen Computer zu Hause haben, weil diese viel zu groß und zu teuer waren. Nun, die Geschichte lehrte uns Anderes…)

Bildquelle: https://simpsonswiki.com/wiki/File:Jonathan_Frink.png

Um diese Personal Computer zu bauen benötigte IBM noch ein Betriebssystem. Marktführer in diesem Segment war damals ein gewisser Gary Kidall, der von seinem Betriebssystem CP/M schon knapp 600.000 Lizenzen verkauft hatte. Kidall zählte zu den vielversprechendsten Pionieren der Industrie, war aber eher leider eher ein Nerd als ein Geschäftsmann. So hatte er seine Firma auf den Namen Intergalactic Digital Research getauft und das Wort Intergalactic erst auf das Flehen seiner Frau hin gestrichen. Von Kidall wenig beeindruckt, gingen die Manager von IBM nun zum Nächstes Anbieter. Jack Sams, der damals als erster von IBM den Kontakt mit Bill Gates hatte, erinnert sich, „Da kam dieser junge Kerl um uns ins Büro zu bringen. Ich dachte zuerst, es wäre der Laufbursche, aber das war Bill.“

Um nicht zu alt zu wirken, kleideten sich die IBM Manager für das nächste Treffen ebenfalls in Jeans und T-Shirt, doch nun stand Bill Gates in seinem feinsten Dreiteiler mit Karate da (Er gab sich anscheinend Mühe…). Tatsächlich besiegelte man den Deal und legte den Grundstock für das größte Vermögen der Welt.

Jetzt fragst Du Dich: Wie geht das?

Den Grundstein für das größte Vermögen der Welt zu legen? Bill Gates hatte sich nicht nur in Anzug und Krawatte gekleidet, nein, er hatte IBM voller Selbstvertrauen zugesichert, ein gutes, ja ein erstklassiges Betriebssystem abzuliefern.

Da gab es allerdings ein winziges Problem: Er hatte gar kein Betriebssystem, er war noch nicht einmal dabei, eines zu entwickeln.

Aber darum kümmerte er sich allerdings erst, als die IBM Leute schon wieder weg waren. Er suchte einen Programmierer, der ihn in wenigen Wochen und für wenig Geld ein solches Betriebssystem zusammenbasteln konnte, und zwar basierend auf Kidalls Arbeit. Nach heutigen Recht natürlich eine klare Raubkopie. Und noch dazu eine sehr Schlechte. Anscheinend war das dem Programmierer bewusst, sonst hätte er dieses Betriebssystem wohl nicht QDOS – „Quick and Dirty Operating System“ genannt. Bill Gates gefiel der Name allerdings, er strich nur das Q und schon war DOS, also eigentlich MS-DOS geboren.

Was will ich mit dieser Geschichte zeigen?

Was kannst Du von Bill Gates lernen?

Drei Dinge kannst Du lernen:

  • Du brauchst weder ein repräsentatives Büro, noch protziges Auftreten, noch einen bekannten Namen um jemanden zu überzeugen. Bill Gates tat das, was jeder andere auch hätte tun können: Er versprach, etwas in der Zukunft zu liefern.
  • Du musst nicht alles selbst können, es reicht, wenn Du jemanden kennst (oder Du jemanden findest), der Dinge erledigen kann.
  • Der entscheidende und wichtigste Punkt ist (und der, womit Du Kollegen, Geschäftspartner und Kunden beeindruckst), dass du es verstehst, Erwartungen zu wecken. Und zwar hohe Erwartungen. Und wie schaffst Du das? Durch Zuversicht.

Zuversicht ließ Bill Gates mit IBM das Geschäft verhandeln, ohne dass er ein Produkt hatte.

ZUVERSICHT ließ Bill Gates mit IBM den Deal abschließen.

ZUVERSICHT ließ Bill Gates auch den Programmierer finden, der QDOS entwarf um es schließlich zu liefern.

ZUVERSICHT lässt jeden von uns kompetent wirken.

ZUVERSICHT stärkt das Vertrauen anderer Menschen in Dich.

Mit ZUVERSICHT erreichst Du Deine Ziele!

Und jetzt bist Du dran!

Nimm Dir jetzt fünf Minuten Zeit und schreibe die Antworten auf diese drei Fragen in die Kommentar-Box unten:

  1. Wenn ich selbst ein berufliches Projekt beginne, beginne ich es mit Zuversicht?
  2. Wenn ich ein privates Projekt beginne (Hausbau, Wohnungskauf, Kinder Erziehung, Urlaubsplanung etc.) gehe ich mit Zuversicht auf mein neues Ziel zu?
  3. Wenn ich mir vorstelle, wie ich in 5, 10 oder 15 Jahren leben werde, blicke ich mit Zuversicht in die Zukunft?

Viel Spaß und viele Erkenntnisse dabei!

Denn: Das Leben ist ein Rorschachtest.

Dein Johannes

Sämtliche personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Inspiriert durch das Buch „Überzeugt!“ von Jack Nasher.

Apr 10

Schei*e, ich muss schon wieder aufstehen – Wie siehst Du Deinen Beruf?

By johannesresetar | Karriere

Kennst Du diese Gedanken:

"Es muss sein. Ich will nicht, ich kann nicht aber es muss sein. Es ist 6:30. Ich weiss das, weil ich habe ja gestern den Wecker gestellt. So wie jeden Tag, jeden beschi**enen Tag. Diese Leute, die furchtbaren Leute, diese, diese... Kollegen. Ich kann nicht mehr. Wie sie aussehen, was sie anhaben, wie sie dreinsehen. Ich kann es nicht mehr hören, wie sie dieses "Guten Morgääääään!" plärren. Kann nicht hören, wie sie mich anreden in der Früh, wenn ich reinkomme ins Büro. Und dann dieser Geruch. Eine Mischung aus modrigem Staub, abgestandenem Rauch und diesem kalten Kaffeegeschmack. Wenn ich daran denke könnte ich kotzen..."

Eindeutig.

Wenn Du in der Früh kurz nach dem Aufwachen so denkst, dann gehörst Du zur zweiten Gruppe! Aber lass mich von vorne beginnen...

In einem meiner letzten Seminare wo ich Teilnehmer war hat der Trainer von diesem Buch erzählt. "The happiness advantage" von Shawn Chor. Es geht prinzipiell um das Ergebnis seiner Studien an einer amerikanischen Elite Universität wie Glück und beruflicher Erfolg zusammenhängen. Eines der Kapitel hat mich besonders zum Nachdenken gebracht und ist mir in Erinnerung geblieben. Die drei Kategorien, wie Menschen ihren Beruf sehen. 

Es gibt generell drei Gruppen:

Entweder man sieht seinen Beruf als (1) Beruf (Englisches Original "job"), Karriere ("career") oder Berufung ("calling").

  1. Die erste Gruppe - Beruf - sieht ihre Tätigkeit als lästige Pflicht und den Gehaltszettel als Belohnung diese durchgestanden zu haben. Sie arbeiten, weil sie es müssen und freuen sich auf jede Tätigkeit die nichts damit zu tun hat.
  2. Die zweite Gruppe - Karriere - sieht ihren Beruf nicht nur als Notwendigkeit sondern auch als Chance sich verbessern und wachsen zu können. Sie investieren Energie in ihre Tätigkeit und möchten ihre Aufgaben gut erledigen.
  3. Die dritte Gruppe - Berufung - sieht ihren Beruf als Selbstzweck. Sie führen Tätigkeiten aus nicht um externe Belohnungen zu erhalten sondern um einem großen Ganzen etwas beizusteuern mit all ihren persönlichen Stärken und das gibt ihrem Leben Bedeutung. Es überrascht nicht, dass Menschen, die ihren Job als Berufung sehen nicht nur ihre Tätigkeiten bereichender finden sondern auch mehr und härter arbeiten als es die beiden anderen beiden Gruppen tun würden.

OK, das gibt mir zu denken. Zu welcher Gruppe gehöre denn ich? Zugegeben, das Szenario, das ich im ersten Absatz beschrieben habe, kenne ich, doch im Augenblick ist mein Aufwachen von anderen Gedanken geprägt und ich bin sehr dankbar dafür. Ja, diesen Beitrag zu schreiben gehört definitiv zur Gruppe - Drei - Aktivitäten (immerhin ist es gerade Sonntag später Nachmittag und ich mache es gerne). Das Gefühl Von Gruppe eins kenne ich trotzdem. Doch ich weiss, da gibt es Wege, wie man aus diesem Trott herauskommt. Und dann kann man selbst auf das geplärrte "Guten Morgäääääään!" zurück grüßen und lächeln.

Jetzt bist Du dran:

In welcher Gruppe zählst Du Dich denn? Schreibe dazu einen Kommentar in die Kommentarbox.

Viel Spaß und viele Erkenntnisse dabei!

Denn: Das Leben ist ein Rorschachtest.

Dein Johannes

Sämtliche personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.