Monthly Archives: April 2017

Apr 10

Schei*e, ich muss schon wieder aufstehen – Wie siehst Du Deinen Beruf?

By johannesresetar | Karriere

Kennst Du diese Gedanken:

"Es muss sein. Ich will nicht, ich kann nicht aber es muss sein. Es ist 6:30. Ich weiss das, weil ich habe ja gestern den Wecker gestellt. So wie jeden Tag, jeden beschi**enen Tag. Diese Leute, die furchtbaren Leute, diese, diese... Kollegen. Ich kann nicht mehr. Wie sie aussehen, was sie anhaben, wie sie dreinsehen. Ich kann es nicht mehr hören, wie sie dieses "Guten Morgääääään!" plärren. Kann nicht hören, wie sie mich anreden in der Früh, wenn ich reinkomme ins Büro. Und dann dieser Geruch. Eine Mischung aus modrigem Staub, abgestandenem Rauch und diesem kalten Kaffeegeschmack. Wenn ich daran denke könnte ich kotzen..."

Eindeutig.

Wenn Du in der Früh kurz nach dem Aufwachen so denkst, dann gehörst Du zur zweiten Gruppe! Aber lass mich von vorne beginnen...

In einem meiner letzten Seminare wo ich Teilnehmer war hat der Trainer von diesem Buch erzählt. "The happiness advantage" von Shawn Chor. Es geht prinzipiell um das Ergebnis seiner Studien an einer amerikanischen Elite Universität wie Glück und beruflicher Erfolg zusammenhängen. Eines der Kapitel hat mich besonders zum Nachdenken gebracht und ist mir in Erinnerung geblieben. Die drei Kategorien, wie Menschen ihren Beruf sehen. 

Es gibt generell drei Gruppen:

Entweder man sieht seinen Beruf als (1) Beruf (Englisches Original "job"), Karriere ("career") oder Berufung ("calling").

  1. Die erste Gruppe - Beruf - sieht ihre Tätigkeit als lästige Pflicht und den Gehaltszettel als Belohnung diese durchgestanden zu haben. Sie arbeiten, weil sie es müssen und freuen sich auf jede Tätigkeit die nichts damit zu tun hat.
  2. Die zweite Gruppe - Karriere - sieht ihren Beruf nicht nur als Notwendigkeit sondern auch als Chance sich verbessern und wachsen zu können. Sie investieren Energie in ihre Tätigkeit und möchten ihre Aufgaben gut erledigen.
  3. Die dritte Gruppe - Berufung - sieht ihren Beruf als Selbstzweck. Sie führen Tätigkeiten aus nicht um externe Belohnungen zu erhalten sondern um einem großen Ganzen etwas beizusteuern mit all ihren persönlichen Stärken und das gibt ihrem Leben Bedeutung. Es überrascht nicht, dass Menschen, die ihren Job als Berufung sehen nicht nur ihre Tätigkeiten bereichender finden sondern auch mehr und härter arbeiten als es die beiden anderen beiden Gruppen tun würden.

OK, das gibt mir zu denken. Zu welcher Gruppe gehöre denn ich? Zugegeben, das Szenario, das ich im ersten Absatz beschrieben habe, kenne ich, doch im Augenblick ist mein Aufwachen von anderen Gedanken geprägt und ich bin sehr dankbar dafür. Ja, diesen Beitrag zu schreiben gehört definitiv zur Gruppe - Drei - Aktivitäten (immerhin ist es gerade Sonntag später Nachmittag und ich mache es gerne). Das Gefühl Von Gruppe eins kenne ich trotzdem. Doch ich weiss, da gibt es Wege, wie man aus diesem Trott herauskommt. Und dann kann man selbst auf das geplärrte "Guten Morgäääääään!" zurück grüßen und lächeln.

Jetzt bist Du dran:

In welcher Gruppe zählst Du Dich denn? Schreibe dazu einen Kommentar in die Kommentarbox.

Viel Spaß und viele Erkenntnisse dabei!

Denn: Das Leben ist ein Rorschachtest.

Dein Johannes

Sämtliche personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.